Im Fachbereich AKTUELL FBRCI-031 „Anforderung an befähigte Personen (Gaswarneinrichtung)“ (Stand 24.10.2025) hat die DGUV konkretisiert, welche Anforderungen an diese Personen gestellt werden. Dieser Beitrag fasst zusammen, was das für Betreiber bedeutet.
Gaswarnanlagen sind sicherheitsrelevante Systeme. Sie überwachen gefährliche Gaskonzentrationen und warnen frühzeitig vor Risiken für Personen, Prozesse und Gebäude.
Sensoren, Messsysteme und Auswerteeinheiten verändern sich im laufenden Betrieb – durch Alterung, Umwelteinflüsse oder veränderte Einsatzbedingungen. Ohne regelmäßige Wartung, Funktionsprüfung und Kalibrierung steigt das Risiko von Fehlmessungen, Fehlalarmen oder gefährlichen Ausfällen. Wie lange ein Sensor zuverlässig arbeitet, erläutern wir im Beitrag Gassensoralter – Sicherheit und Verfügbarkeit im Blick.
Für Betreiber heißt das: Eine fachgerechte Wartung ist nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch entscheidend für Nachvollziehbarkeit und Haftungsminimierung. In welchen Abständen gewartet werden muss, lesen Sie in unserem Beitrag zu den Wartungsintervallen für Gaswarnanlagen.
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Mit der Veröffentlichung FBRCI-031 beschreibt die DGUV die Anforderungen an befähigte Personen (Gaswarneinrichtung). Die Schrift bezieht sich insbesondere auf diese Tätigkeiten:
Diese Tätigkeiten sollen Personen durchführen, deren Kompetenz vom Arbeitgeber festgestellt wurde und die dafür schriftlich benannt sind. Alternativ können externe befähigte Personen beauftragt werden.
Wichtig ist die begriffliche Abgrenzung: Die DGUV weist ausdrücklich darauf hin, dass mit „befähigte Person (Gaswarneinrichtung)“ nicht automatisch die „zur Prüfung befähigte Person“ nach BetrSichV Anhang 2 Abschnitt 3 gemeint ist.
Was im Rahmen der Systemkontrolle konkret geprüft wird, erklären wir ausführlich im Beitrag Funktions- und Systemkontrolle gemäß BG RCI T 021 / T 023.
Eine befähigte Person für Gaswarneinrichtungen muss mehr mitbringen als eine allgemeine technische Schulung. Entscheidend sind Fachkenntnisse, praktische Erfahrung und gerätespezifisches Know-how:
Die DGUV betont, dass angesichts der Vielzahl an Einsatzfällen eine allgemeine Ausbildung allein nicht ausreicht. Maßgeblich ist, ob die Person das konkrete System, die Messverfahren, die überwachten Gase und mögliche Störeinflüsse sicher beurteilen kann.
Werden Gaswarneinrichtungen in explosionsgefährdeten Bereichen oder zum Explosionsschutz eingesetzt, gelten zusätzlich die Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und der TRBS 1201-1.
Grundsätzlich kann ein Unternehmen diese Aufgaben intern organisieren – allerdings nur mit einer geeigneten, vom Arbeitgeber schriftlich benannten befähigten Person.
In der Praxis werden die Anforderungen oft unterschätzt. Neben theoretischem Wissen braucht es vor allem gerätespezifische Erfahrung, Routine in der Beurteilung, passende Prüfgase und Prüfmittel sowie einen aktuellen Qualifikationsstand. Die Verantwortung für die Auswahl geeigneter Personen bleibt immer beim Betreiber bzw. Arbeitgeber.
| Interne befähigte Person | Externer Fachbetrieb | |
|---|---|---|
| Voraussetzung | Kompetenz festgestellt, schriftlich benannt | Beauftragung eines qualifizierten Dienstleisters |
| Qualifikation | Muss aufgebaut und laufend aufgefrischt werden | Wird vom Dienstleister vorgehalten |
| Prüfgase & Prüfmittel | Eigene Beschaffung und Verwaltung nötig | Bringt der Dienstleister mit |
| Geeignet für | Betriebe mit vielen Anlagen und eigener Fachabteilung | Die meisten Betreiber, besonders bei wenigen Anlagen |
Ergänzend zur Wartung durch Fachpersonal können Betreiber regelmäßige Sichtkontrollen selbst übernehmen – wie das geht, zeigt unser Beitrag zur Sichtprüfung einer Gaswarnanlage.
Sicherheitsrelevante Mängel entstehen selten durch einen großen Fehler, sondern meist durch mehrere kleine Versäumnisse:
Eine fachgerechte Wartung umfasst deshalb immer die systematische Funktionsprüfung, Kalibrierung, Bewertung der Sensorik und eine saubere Dokumentation.
Die Wartung von Gaswarnanlagen ist eine sicherheitskritische Spezialaufgabe – und unser tägliches Geschäft. Unsere Servicetechniker betreuen Gaswarnsysteme verschiedener Hersteller bundesweit im Feld.
Wir unterstützen Betreiber bei der normgerechten Wartung, Funktionsprüfung, Systemkontrolle und Dokumentation – mit technischem Know-how, Praxiserfahrung und einem klaren Blick auf die regulatorischen Anforderungen. Was genau dazugehört, finden Sie auf unserer Seite zur Wartung stationärer Gaswarnanlagen.
Für Sie bedeutet das:

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Befähigte Personen (Gaswarneinrichtung) – also eigene Mitarbeitende, deren Kompetenz festgestellt und die schriftlich benannt wurden, oder ein externer Fachbetrieb. Maßgeblich sind Qualifikation, praktische Erfahrung, gerätespezifische Kenntnisse und ein aktueller Wissensstand.
Nein. Laut DGUV müssen Fortbildung und Qualifizierung nicht zwingend beim Hersteller erfolgen. Entscheidend ist die fachliche Eignung der Person bzw. des Dienstleisters.
Sie beschreibt die Anforderungen an befähigte Personen für Erstinbetriebnahme, Systemkontrolle und Kontrolle der Aufzeichnungen von Gaswarneinrichtungen: Fachkenntnisse, praktische Erfahrung, gerätespezifisches Wissen und regelmäßige Fortbildung.
Nicht automatisch. Die DGUV unterscheidet die „befähigte Person (Gaswarneinrichtung)“ ausdrücklich von der „zur Prüfung befähigten Person“ nach BetrSichV Anhang 2 Abschnitt 3.
Ja, sofern intern eine fachlich geeignete Person vorhanden ist, deren Kompetenz festgestellt wurde und die schriftlich benannt ist. Alternativ wird ein spezialisierter externer Dienstleister beauftragt.
Nur eine nachvollziehbare Dokumentation belegt, dass Wartung, Funktionsprüfung und Kontrolle ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Sie ist Teil der Betreiberverantwortung und dient als Nachweis gegenüber Prüfern, Behörden und Versicherern.
Die Wartung einer Gaswarnanlage ist keine Formalität, sondern ein sicherheitsrelevanter Prozess. Die DGUV-Veröffentlichung FBRCI-031 aus 2025 stellt klar: Dafür sind qualifizierte, erfahrene und benannte befähigte Personen (Gaswarneinrichtung) erforderlich – intern oder extern.
Wer auf fachgerechte Wartung, klare Dokumentation und praxiserprobte Unterstützung setzt, reduziert Risiken und sorgt dafür, dass die Gaswarnanlage im Ernstfall zuverlässig funktioniert.
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Über den Autor
Sebastian Tegeler ist Geschäftsführer der Gawado Gaswarnsysteme GmbH und betreut seit über zehn Jahren Gaswarnanlagen in Industrie und Gewerbe. Er arbeitet in der DKE-Normungsarbeit zu Gaswarngeräten mit.

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