Das Alter eines Gassensors hat direkten Einfluss auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit eines Gaswarnsystems. Mit zunehmender Betriebsdauer verändern sich die Sensoreigenschaften. Die Folge können Messabweichungen, verzögerte Reaktionen oder im schlimmsten Fall das Nichterkennen gefährlicher Gaskonzentrationen sein.
Wer die Lebensdauer von Gassensoren kennt und regelmäßige Wartungsintervalle einhält, stellt sicher, dass die Gaswarnanlage dauerhaft zuverlässig arbeitet und gesetzliche Anforderungen erfüllt werden.
Unter dem Begriff Gassensoralter versteht man die altersbedingte Veränderung der Messfähigkeit eines Sensors. Je nach Sensortyp und Einsatzbedingungen kann es zu Drift, Empfindlichkeitsverlust oder längeren Ansprechzeiten kommen.
Folgende Faktoren beeinflussen die Lebensdauer eines Gassensors:
Dauerhafte Exposition gegenüber Zielgasen
Hohe Temperaturen
Feuchtigkeit
Staub und Verschmutzungen
Chemische Belastungen (z. B. Silikone)
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko von Fehlalarmen oder unzureichender Gaserkennung. Gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen ist daher eine regelmäßige Wartung von Gaswarnsystemen unerlässlich.
Die Lebensdauer von Gassensoren hängt vom Sensortyp sowie von den Umgebungsbedingungen ab. Nachfolgend typische Richtwerte:
| Sensortyp | Typische Lebensdauer | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Elektrochemischer Sensor | 2 – 5 Jahre | empfindlich gegenüber Temperatur & Feuchte |
| Katalytischer Sensor (Pellistor) | 2 – 4 Jahre | empfindlich gegenüber Silikonvergiftung |
| Infrarot-Sensor (IR) | 5 – 10 Jahre | sehr stabile Messung, geringe Drift |
| Halbleitersensor | 5 – 10 Jahre | robuste Bauweise |
Diese Werte sind Richtgrößen. Starke Belastung oder ungünstige Umgebungsbedingungen können die tatsächliche Lebensdauer deutlich verkürzen.
Ein gealterter Sensor kann:
Gaskonzentrationen zu niedrig anzeigen
verspätet auf gefährliche Gase reagieren
Fehlalarme auslösen
ungeplante Anlagenstillstände verursachen
Dadurch wird nicht nur die Arbeitssicherheit beeinträchtigt, sondern auch die Verfügbarkeit der gesamten Anlage. Regelwerke und technische Richtlinien schreiben deshalb regelmäßige Prüf- und Kalibrierintervalle vor.
Ein strukturiertes Wartungskonzept hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Betriebssicherheit langfristig zu gewährleisten.
Ein Austausch ist empfehlenswert, wenn:
die vom Hersteller angegebene Lebensdauer erreicht ist
Kalibrierwerte wiederholt außerhalb der Toleranz liegen
verlängerte Ansprechzeiten festgestellt werden
Fehlermeldungen oder Drift auftreten
Eine fachgerechte Wartung von Gaswarnanlagen sorgt dafür, dass Sensoralter rechtzeitig erkannt und Ersatz planbar umgesetzt wird.
Um Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit dauerhaft zu gewährleisten, empfehlen sich folgende Maßnahmen:
Regelmäßige Funktionsprüfung
Dokumentierte Kalibrierintervalle
Austausch gemäß Herstellerangaben
Einsatz qualifizierter Servicetechniker
Rechtzeitige Ersatzteilplanung
Durch präventive Wartung lässt sich die Lebensdauer von Gaswarnsystemen optimal ausschöpfen und ungeplante Ausfälle werden minimiert.
Je nach Sensortyp zwischen 2 und 10 Jahren. Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von Einsatzbedingungen und Wartung ab.
Die Messgenauigkeit nimmt ab. Im schlimmsten Fall werden gefährliche Gaskonzentrationen nicht zuverlässig erkannt.
Die Prüfintervalle richten sich nach Herstellerangaben und gesetzlichen Vorgaben. In der Praxis erfolgen Funktionsprüfungen und Kalibrierungen häufig halbjährlich oder jährlich.
Ja. Durch regelmäßige Wartung, fachgerechte Kalibrierung und geeignete Umgebungsbedingungen kann die Lebensdauer positiv beeinflusst werden.
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