In explosionsgefährdeten Bereichen entscheidet eine zuverlässige Gasüberwachung über Sicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Rechtssicherheit. Das ATEX Gaswarnsystem mit SIL 2 PolyXeta®2 bietet eine normkonforme und wirtschaftliche Lösung für industrielle Anwendungen in ATEX Zone 1 und Zone 2.
Doch entscheidend ist nicht nur das Produkt selbst – sondern die fachgerechte Integration in ein sicheres Gesamtkonzept. Als Fachunternehmen für Gaswarn- und Sicherheitstechnik übernimmt Gawado die Planung, Umsetzung und Wartung Ihrer ATEX Gaswarnanlage.
Weitere technische Daten Informationen zum Polyxeta2 finden Sie hier:
Die PolyXeta®2 Serie ist ein ATEX-konformes Gaswarnsystem mit geprüfter Messfunktion für industrielle Umgebungen, in denen explosionsfähige Atmosphären auftreten können.
Typische Einsatzbereiche:
Chemische und petrochemische Industrie
Öl- und Gasanlagen
Biogasanlagen
Kraftwerke
Wasserstoffproduktion und -logistik
Offshore- und Marine-Anwendungen
Die EU-Baumusterprüfung nach Richtlinie 2014/34/EU umfasst nicht nur den Explosionsschutz des Gerätes (Ex db), sondern ausdrücklich auch die Messfunktion für den Explosionsschutz.
Das bedeutet:
Normgerechte Prüfung der Gasdetektion
Bewertete Grenzwertübertragung
Zulässige sicherheitsgerichtete Abschaltungen über Relais
Die PolyXeta®2 Serie ist zudem in der BG RCI Liste funktionsgeprüfter Gaswarngeräte aufgeführt – ein zusätzliches Qualitätsmerkmal für Betreiber, Sachverständige und Genehmigungsbehörden.
https://www.bgrci.de/exinfo/gaswarneinrichtungen-und-geraete/funktionsgepruefte-gaswarngeraete
Wichtig:
Der Einsatz eines ATEX Gaswarnsystems führt nicht automatisch zur Reduzierung einer bestehenden Zone 1 auf Zone 2. Eine mögliche Zoneneinstufung erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung gemäß EN 60079-10-1 und wird im Explosionsschutzdokument festgelegt.
Weitere Informationen zur normgerechten Umsetzung finden Sie hier:
Gaswarnanlage – sichere Gasüberwachung nach TRGS 725 (ATEX, SIL 2)
Ein wesentlicher Vorteil des SIL 2 ATEX Gaswarnsystems ist die sicherheitsgerichtete Integration gemäß IEC 61508.
Der integrierte Relaisausgang kann direkt in Sicherheitsketten eingebunden werden. Dadurch lassen sich beispielsweise:
Gaszuführungen automatisch abschalten
Sicherheitsventile schließen
Lüftungssysteme aktivieren
elektrische Verbraucher sicher trennen
In vielen Anwendungen kann auf eine separate SIL-2-konforme Gaswarnzentrale verzichtet werden. Die sicherheitsgerichtete Abschaltung erfolgt direkt über das zertifizierte Relais des Transmitters.
Das ermöglicht:
Reduzierte Systemkomplexität
Weniger Schnittstellen
Klare und nachvollziehbare Sicherheitsketten
Wirtschaftliche Umsetzung bei dezentralen Anlagen
Parallel dazu kann die analoge 4–20 mA Schnittstelle für nicht sicherheitsrelevante Funktionen genutzt werden:
Visualisierung in der Leitwarte
Komfortalarmierungen
Trendaufzeichnungen
Prozessanzeigen
Der Vorteil dieser funktionalen Trennung:
Änderungen im Leitsystem oder an Komfortfunktionen erfordern keine vollständige Neubewertung der sicherheitsgerichteten Relaiskette.
Die ATEX-Baumusterprüfung beinhaltet die Bewertung der Messfunktion für den Explosionsschutz. Über die geprüfte Relaisfunktion können technische Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um das Erreichen gefährlicher Gaskonzentrationen zu verhindern.
Typische Schutzmaßnahmen:
Abschaltung von Gaszuführungen
Aktivierung von Notlüftung
Trennung potenzieller Zündquellen
Das ATEX Gaswarnsystem mit SIL 2 wirkt somit als technische Schutzmaßnahme zur Vermeidung einer explosionsfähigen Atmosphäre – stets eingebunden in ein fachgerecht geplantes Sicherheitskonzept.
Weitere Produktdetails finden Sie hier:
PolyXeta®2 – Gaswarntransmitter für explosive Gase
Je nach Anforderung stehen unterschiedliche Sensorkonzepte zur Verfügung:
Direkte Installation als Komplettgerät im Ex-Bereich.
Verfügbare Messprinzipien:
Infrarot
Elektrochemische Sensoren
Pellistor
MPS
Die Integration erfolgt flexibel über:
4–20 mA
Relais
Modbus / Zentralbus
Das robuste IP66-Gehäuse ermöglicht den Einsatz auch unter anspruchsvollen industriellen Bedingungen.
Die X-Change Technologie ermöglicht den schnellen Austausch des Sensorkopfes ohne Demontage des gesamten Transmitters.
Für uns als Fachunternehmen bedeutet das:
Kürzere Serviceeinsätze
Minimierte Anlagenstillstände
Effiziente und dokumentierte Kalibrierprozesse
Wichtig:
Der Sensortausch erfolgt ausschließlich durch qualifiziertes Fachpersonal im Rahmen eines professionellen Wartungskonzeptes. Betreiber sollten keine eigenständigen Eingriffe an sicherheitsrelevanten Komponenten vornehmen.
Bei komplexeren Anforderungen, beispielsweise:
Mehreren Messstellen
Mehrstufigen Alarmstrategien
Sammelmeldungen
Bedien- und Prüfanforderungen
Dokumentationspflichten
empfiehlt sich eine zentrale Systemlösung.
Mit den Gawado-Konzepten Gavisor und SafetyBridge realisieren wir:
Strukturierte Alarm- und Störmeldelogik
Zentrale Visualisierung
Erweiterte Diagnosefunktionen
Skalierbare Sicherheitsarchitekturen
So entsteht entweder:
eine schlanke, dezentrale Sicherheitslösung
oder
ein vollständig integriertes ATEX Gaswarnsystem mit zentraler Steuerung
Ein ATEX Gaswarnsystem mit SIL 2 erfüllt hohe normative Anforderungen. Entscheidend für die Sicherheit ist jedoch die fachgerechte Planung.
Dazu gehören:
Gefährdungsbeurteilung
Zoneneinteilung nach EN 60079-10-1
SIL-Bewertung und Definition der Sicherheitsketten
Alarm- und Abschaltkonzept
Dokumentation und wiederkehrende Prüfung
Als Fachunternehmen für ATEX und SIL Gaswarnanlagen bietet Gawado:
ATEX- und SIL-konforme Projektierung
Installation und Inbetriebnahme
Wiederkehrende Prüfungen
Wartung und Service
Kann ein ATEX Gaswarnsystem eine ATEX Zone 1 zu Zone 2 machen?
Nein.
Die Zoneneinteilung erfolgt im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung gemäß EN 60079-10-1 sowie BetrSichV und wird im Explosionsschutzdokument des Betreibers festgelegt.
Die Einstufung in Zone 0, 1 oder 2 richtet sich nach:
der Häufigkeit des Auftretens einer explosionsfähigen Atmosphäre
der Dauer des Auftretens
dem Freisetzungsgrad
den Lüftungsverhältnissen
den Stoffeigenschaften
Ein ATEX Gaswarnsystem stellt eine technische Schutzmaßnahme dar. Es kann dazu beitragen, gefährliche Konzentrationen frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen einzuleiten (z. B. Abschaltungen oder Lüftungsaktivierung).
Eine mögliche Anpassung oder Neubewertung von Zonen ist jedoch ausschließlich im Rahmen einer dokumentierten Gefährdungsbeurteilung zulässig und liegt in der Verantwortung des Betreibers.
Der Betreiber ist verpflichtet, die erforderlichen ATEX-Schutzmaßnahmen entsprechend seiner Anlagensituation im Explosionsschutzdokument festzulegen und umzusetzen.
Ist eine externe SIL-Gaswarnzentrale zwingend erforderlich?
Nein. In vielen Anwendungen kann die sicherheitsgerichtete Abschaltung direkt über das SIL 2 Relais des Transmitters erfolgen.
Wann ist eine zentrale Lösung sinnvoll?
Bei komplexeren Alarmstrategien, mehreren Messstellen oder erweiterten Diagnoseanforderungen.
Die PolyXeta®2 Serie bietet ein leistungsstarkes SIL 2 ATEX Gaswarnsystem für industrielle Anwendungen in Zone 1 und Zone 2.
Durch die Kombination aus:
geprüfter ATEX-Messfunktion
SIL 2-konformer Relaisintegration
effizientem Servicekonzept
fachgerechter Planung
entstehen normkonforme, wirtschaftliche und langfristig sichere Lösungen.
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